Zuhause mit Kind Tag 43 – Eltern stoßen an ihre Grenzen

Eltern stoßen an ihre Grenzen

Derzeit liest man ja sehr häufig, dass viele Eltern an ihre Grenzen stoßen. Und immer wieder finden sich die superschlauen Besserwisser, die den Eltern unterstellen, sie würden mir ihren Kindern nicht zurecht kommen 🤦🏼‍♀‍ 

Ich frage mich dann immer, ob die eigene Kinder haben? Die aktuelle Zeit fordert sehr viel von berufstätigen Eltern ab. 🙄 

Man bekommt Beruf und Kinder schon unter einen Hut, aber eben nur dann, wenn die Kinder während der Arbeitszeit betreut werden. Da man die Betreuung der Kinder nun selbst übernehmen muss, bleibt die Arbeit zwangsläufig auf der Strecke. 🤷🏼‍♀‍ Oder man widmet sich weiter zu 100 % seiner Arbeit und die Kinder bleiben auf der Strecke. Beides ist nicht schön.

Man kann es auch anders miteinander vereinbaren:
Man kümmert sich tagsüber wunderbar um die Kinder und geht, sofern möglich, abends oder nachts seinen beruflichen Pflichten nach. …jedoch bleibt man so nach einer gewissen Zeit selbst auf der Strecke. Denn auch das geht nur eine begrenzte Zeit.

Vorher hat man die Kinder auch mal für einen Tag oder auch für ein Wochenende bei den Großeltern abgegeben und hatte etwas Zeit für sich. Oder auch etwas Zeit für sich und seinen Partner. Auch das bleibt derzeit bei vielen Familien auf der Strecke..

Ich verstehe einfach nicht, wie man immer alle über einen Kamm scheren muss. Ja, es gibt die schwarzen Schafe, die permanent am Handy hängen und sich nicht um die Kinder kümmern. Das ist aber nicht in der aktuellen Situation nur so, das war auch vorher schon so. Auch ich habe immer wieder junge Eltern beobachtet, die den Kinderwagen mit einer Hand geschoben und mit der anderen Hand am Handy rum getippt haben. Oder Eltern, die auf dem Spielplatz saßen und nur auf ihr Handy geblickt haben. Die eigenen Kinder waren in dem Fall oftmals uninteressant.

Bevor man anfängt, über andere zu urteilen, sollte man sich vielleicht individuell die jeweilige Situation zu Hause betrachten. 🤔 Wenn beide Partner selbstständig sind und auch noch das Kleinkind zu Hause betreuen müssen, kann es schon ziemlich brenzlig werden. Denn wenn man als selbstständiger gar nicht zu der Arbeit kommt, hat man auch so gut wie keine Einnahmen. Das ganze hat Existenzängste zur Folge. Und die versprochene finanzielle Unterstützung von der Regierung ist auch keine wirkliche Hilfe… Wenn man sich das alles mal genauer betrachtet, trifft es in der Tat für die kleinen Soloselbstständigen gar nicht zu… Und wenn doch, dann muss man eben auch alles zurückzahlen – somit verschiebt sich die aktuell schlechte Situation nur nach hinten bis zu dem Punkt, an dem man eben alles zurückzahlen muss. Das ist dann auch keine Hilfe 🤦🏼‍♀‍

Aber auch die Eltern, die angestellt und jetzt in Kurzarbeit sind, bangen um ihre Existenz. Viele mussten von jetzt auf gleich mit sehr viel weniger Geld zurecht kommen. Da kann man nur ALG2 beantragen und muss auf seine Ersparnisse fürs Alter zurückgreifen 🤷🏼‍♀‍

Und das alles nur, weil eine so genannte Pandemie von jetzt auf gleich die komplette Wirtschaft lahm legt? Eine Pandemie, die auf den ersten Blick schon schrecklich erscheint, jedoch beim zweiten Hinsehen gesundheitlich nicht mehr anrichtet, als die jährlich wiederkehrenden Grippewellen.

Ich frage mich in der Tat, was eigentlich damit bezweckt wird und was die Auswirkungen im Nachhinein bewegen sollen. 🤷🏼‍♀‍